Ein Musical von Willy Russel | Übersetzung: Dorothea Renckhoff

Blutsbrüder

„BLUTSBRÜDER“ – ein selten gezeigtes, erschütterndes Musical-Juwel ist jetzt auch in Bremen und ‚umzu’ zu sehen
„Ein gutes Musical ist eins, das man auch ohne Musik spielen kann“ sagte einst der große Leonard Bernstein. Und wenn das auf ein Musical zutrifft, dann wohl auf das Musical „BLUTSBRÜDER“ von Willy Russel. Denn obwohl die Musik und vor allem die Songs unter die Haut gehen, steht doch das berührende und zugleich betroffen machende Kammerspiel im Vordergrund.
Die Handlung, angesiedelt in den 1960er/70er Jahren in Liverpool, aber ohne weiteres auch auf ähnliche Städte in Deutschland, etwa im Ruhrgebiet, übertragbar, ist schnell erzählt: Mrs. Johnstone (Jessica Knief), alleinerziehende Mutter von fünf Ki
ndern, lässt sich, als sie Zwillinge erwartet, von ihrer reichen Arbeitgeberin Mrs. Lyons (Debbie Beringer) dazu überreden, ihr einen ihrer Zwillinge abzugeben, da sie selbst keine Kinder bekommen kann. Mrs. Johnstone geht schweren Herzens darauf ein – die beiden Jungen wachsen getrennt von einander auf, Edward als Einzelkind (Stefan Gerding) in der reichen Familie, Mickey (Lars Michalsky) bei seiner armen Mutter.
Genau hier beginnt das Stück höchst aktuell zu werden, denn der Zuschauer erlebt nun eine völlig konträre Entwicklung dieser beiden Charaktere: Der eine, von zu Hause aus mit den besten Möglichkeiten ausgestattet und in jeder nur erdenklichen Hinsicht gefördert, macht Karriere, dem anderen gelingt dies nicht. Er besucht kein Internat, nur eine ‚normale’ Schule. Er ist tätig als Arbeiter, während der andere studieren kann. Das Bildungssystem unserer Gesellschaft sieht – wenn man Kritikern, die dies mit Statistiken zu belegen versuchen, glauben darf – keine Chancengleichheit in eigentlichem Sinne vor. Das ist hart, mitunter brutal, aber doch ein großes Stück weit Realität.
Die beiden Jungen treffen, obwohl beide Mütter dies ängstlich zu verhindern suchen, im Alter von sieben Jahren erstmals auf einander, freunden sich an und schließen sogar Blutsbrüderschaft (daher auch der Titel), ohne zu ahnen, dass sie in Wirklichkeit sogar echte Brüder sind. Ihre Wege trennen sich, und doch kreuzen sie sich immer wieder bis zu dem finalen Showdown, das herbeigeführt wird durch Eifersucht, Missgunst und Neid, das aber hier noch nicht detailliert verraten werden soll.

 


Besetzung:
Mrs. Johnstone: Jessica Knief
Mrs. Lyons: Debbie Beringer
Mr. Lyons: Dirk Beckmann

 

Die Zwillingsbrüder
Eddie Lyons: Stefan Gerding
Mickey Johnstone: Lars Michalsky
 

Erzählerin (und in weiteren kleinen Rollen): Catharina Zogmayer
Linda: Rena Hambsch-Müller
Mickeys Bruder, Sammy (und in weiteren kleinen Rollen): Mitja Stolle
Polizist (und in weiteren kleinen Rollen): Falk Wiechers

Begleitband:
Wilhelm Eugen Mayr (keyb.1)
Thilo Schomann (keyb.2)
Jonas Jaeschke (git)
N.N. (bass)
Mark Schelenz (dr).

Lichttechnik: Dennis Block
Tontechnik: Gerd Anders

Plakat: Thomas Kastner
Fotos: Thomas Kastner, Stefan Gerding, Udo Meissner

Co-Regie, musikalische Einstudierung
und Leitung:
Wilhelm Eugen „Beppo“ Mayr


Aufführungstermine:
Fr. 07. Okt. 2016 im Rathaus Stuhr um 20.00 h
Fr. 21. Okt. 2016 im Syker Theater um 20.00 h
So. 23. Okt. 2016 im Spielraum-Theater in Stuhr-Seckenhausen um 17.00 h
Mo. 24. Okt. 2016 im Spielraum-Theater in Stuhr-Seckenhausen um 20.00 h
Mo. 31. Okt. 2016 im Kleinen Haus in Delmenhorst um 20.00 h
Do. 03. Nov. 2016 im Spielraum-Theater in Stuhr-Seckenhausen um 20.00 h
Fr. 04. Nov. 2016 im Spielraum-Theater in Stuhr-Seckenhausen um 20.00 h
So. 06. Nov. 2016 im Kulturforum / KGS Leeste um 17.00 h
So. 20. Nov. 2016 im Kulturzentrum ‚Schlachthof’ in Bremen um 17.00 h

Vorverkauf: Eintritt: 12 € / ermäßigt: 10 €
jeweils zuzüglich 1,70 € (Vorverkaufs- und System-Gebühren)
Abendkasse: 14 € / 12 €


Kartenvorverkauf ab dem 12. September bei allen Nordwest Ticket Verkaufsstellen, unter www.nordwest-ticket.de sowie unter 0421-363636 und an den Abendkassen.
Abo-Card-Inhaber erhalten 1 € Rabatt auf den regulären Verkaufspreis.