Wir alle. Woyzeck

ein Stück nach Georg Büchner

 

„Also bin ich losgerannt und irgendwie seitdem nicht mehr stehengeblieben.“

 

Es geht um Sehnsucht nach Nähe, nach Sicherheit, um Zukunftsängste, Machtstrukturen, Selbstoptimierung, Vergangenheitsbewältigung, Gleichgültigkeit. Man beobachtet die Charaktere beim Versuch ihr Leben auf die Reihe zu bekommen und dabei, wie sie an ihrer eigenen Belastbarkeit experimentieren.

Sie sind auf der Suche. Nach guten Gelegenheiten, nach den passenden Ansprüchen, nach mehr Geld, mehr Möglichkeiten, mehr Anerkennung, mehr Ruhe, mehr Sicherheit. Alle sind irgendwie auf dem Weg, oder zumindest dicht dran, aber ratlos, ruhelos auf der Suche nach irgendwas. Bis das gefunden ist, bis dahin bleiben sie in Bewegung. Alles, nur nicht stehen bleiben, nicht zurück.

 

Das Drama „Woyzeck“ wurde von Georg Büchner als Fragment hinterlassen. Es erschien 1879, 42 Jahre nach seinem Tod. Das Stück handelt von dem Soldaten Franz Woyzeck. Er arbeitet für seinen Hauptmann, lässt gegen Geld Experimente mit sich machen und versucht alles, um für sich und seine Familie zu sorgen.

Als seine Freundin Marie das Interesse an ihm zu verlieren scheint und sich möglicherweise auf einen anderen Mann einlässt, werden die Stimmen in Woyzecks Kopf lauter, die ihm sagen, er solle Marie töten.

Die Grundhandlung des Originalstückes ist beibehalten worden, die Inszenierung besteht allerdings zu circa einem Drittel aus eigenen Texten, die den Originaltext ergänzen und teilweise ersetzen. Woyzeck und Marie bleiben nicht die Hauptfiguren. Weitere Charaktere des Stückes treten ebenfalls in den Vordergrund und lassen den Zuschauer an ihrer Geschichte teilhaben.

 

Mit: Alina Astl, Malte Brauns, Sinah Ehlert, Beverly Huntemann, Tom Jahns, Marc Parusel, Imran Rose, Michelle Sender, Falk Wiechers, Josie Wiechmann

 

Text und Regie: Jessica de Vries

 

Premiere: 13. November 2015, 20:00 Uhr.

Weitere Aufführungen am 14.11.,15.11. + 20.11.,21.11.,22.11.15, jeweils 20:00 Uhr.

 

Dauer: ca. 75 Min., keine Pause

 

Karten: 8 Euro/ermäßigt 6 Euro

Fotos: Tom Jahns